Diese mimischen Gesichtsmuskeln verursachen Mimikfalten

Jedes menschliche Gesicht zeigt Emotionen. Dies geschieht meist bewusst, sehr oft aber auch unbewusst. Das Sichtbarwerden unserer Gefühle ermöglicht die mimische Gesichtsmuskulatur.

Mimikfalten, ich mag übrigens den Begriff “mimische Falten” lieber, entstehen überall da, wo die natürliche Gesichtsmimik sie täglich, stündlich und minütlich tiefer in die Haut eingräbt.

Viele Gesichtsfalten sind mimische Falten bzw. Mimikfalten:

Stirnfalten, zum Beispiel auch die Zornesfalte
Augenfalten, zum Beispiel Krähenfüße und andere Blinzelfalten
Lachfalten und andere Mimikfalten auf den Wangen
Falten im gesamten Mundbereich, zum Beispiel auch auf der Ober- und Unterlippe

 

Die gesamte Beweglichkeit des Gesichts wird durch sechsundzwanzig verschiedene Gesichtsmuskeln ermöglicht. Acht davon gelten als mimische Muskeln, weil sie die Haut bewegen können, wie etwa die Stirn kräuseln oder die Nase runzeln

Diese spezielle Gruppe von Muskeln lässt die Mimik des Gesichts erst entstehen. Die mimische Gesichtsmuskulatur arbeitet an der Grenze zur Oberhaut (Epidermis) und wird von den Ästen des Gesichtsnerves (Nervus facialis) gesteuert. Der Gesichtsnerv ist der 7. Hirnnerv und verzweigt sich in weiten Teilen des Kopfes. Besonders auch im Bereich der Stirn, der Wangen und des Kiefers. Die Namen dieser mimischen Gesichtsmuskeln deuten bereits darauf hin, welchen Zweck sie erfüllen.

Aus dieser Aufstellung der einzelnen mimischen Gesichtsmuskeln und ihrer Funktionen lassen sich interessante Erkenntnisse über Problemzonen im eigenen Gesicht ableiten.

  1. Der Augenbrauenheber – auch Stirnmuskel genannt – liegt auf der Stirn bis hin zum Haaransatz. Er verursacht horizontale Stirnfalten.
  2. Der Augenbrauenrunzler kann die Augenbrauen in der Mitte des Gesichts, also oberhalb der Nase, nach unten ziehen und ist so für die Zornesfalten verantwortlich, die beim Stirnrunzeln entstehen.
  3. Der Augenringmuskel umschließt jeweils ein Auge. Er ermöglicht das Schließen der Augenlider und sorgt so auch für das Blinzeln (Blinzelfältchen und Krähenfüße).
  4. Der Kleine Jochbeinmuskel – auch Oberlippenheber genannt – zieht vom Jochbogen aus die Oberlippe hoch, etwa bei Ekel. Der Große Jochbeinmuskel schafft die Verbindung vom Jochbogen zum Mundwinkel. Der Muskel zieht die Mundwinkel nach hinten und nach oben, Deshalb zählt er auch zur Lachmuskulatur. Bei der Bewegung der Mundwinkel werden bei reiferen Menschen häufig zahlreiche Mimikfalten im Wangenbereich sichtbar.
  5. Die Lippendehnmuskeln sind zwei Muskelstränge. Der Lachmuskel beginnt im Mundwinkel und strahlt in die Wangenhaut. Der zweite – der Halshautmuskel – beginnt im Mundwinkelbereich und erstreckt sich über den Hals bis zum Brustansatz.
  6. Der Mundringmuskel – auch Lippenspannmuskel genannt – umschließt ringförmig den gesamten Mund. Dies ist ein außergewöhnlich beweglicher Muskel, was häufig auch zu vielen Lippenfältchen führt.
  7. Der Unterlippenherabzieher schafft die Verbindung der Unterlippe vom Mundwinkel aus mit dem unteren Rand des Kiefers. In diesem Bereich entstehen die sogenannten Marionettenfalten. Hier liegt die Ursache aber weitgehend im Skinsagging, dem altersbedingten allmählichen Absinken der Haut.
  8. Der Schmollmuskel beginnt am Unterkiefer und erstreckt sich in die Haut des Kinns. Dieser Muskel wird dann aktiv, wenn das Gehirn Missmut zum Ausdruck bringt.

Eine besonders kritische Zone ist der Mundwinkelbereich. Dort überkreuzen sich drei wichtige Muskelstränge: der Lachmuskel, die Lippendehnmuskeln und der Mundwinkelherabzieher. Bei Menschen Ü 50 kann durch den natürlichen Kollagenverlust an dieser Stelle ein regelrechter Knoten sichtbar werden.

Wie man die mimischen Falten glätten kann, erfahren Sie hier

Christine Niklas

Christine Niklas formuliert High-End Kosmetika und ist seit 2003 der Mastermind hinter www.cnkdirect.de | cnk*CHRISTINE NIKLAS. Bekannt wurde sie unter anderem durch die Fernsehsendung "Hobbythek" des WDR und zahlreiche Bücher und Publikationen zu den Themen natürliche Hautpflege, Gesundheit und Ernährung. In diesem Blog schreibt Christine Niklas zu den Möglichkeiten der Verjüngung ohne chirurgische Eingriffe oder Injektionen. Mit den Möglichkeiten der modernen Wirkstoff-Kosmetik. Sie berichtet über aktuelle Entwicklungen und Trends bei Forschung & Entwicklung innovativer Kosmetik-Wirkstoffe, erklärt Wirkungsweisen und zeigt auf, was das für den Endverbraucher bedeutet.

No Comments Yet

Leave a Reply