Warum ich etwas gegen Fruchtsäurebehandlungen habe

Fruchtsäurebehandlungen sind sowas von Eighties! AHA, BHA oder auch die beliebte Glycolsäure sind aus meiner Sicht Relikte aus dem letzten Jahrtausend.

In den 1980er Jahren waren Fruchtsäurebehandlungen „State of the Art“ und durften ab einer bestimmten Konzentration – völlig zu Recht – nur von Hautärzten und speziell ausgebildeten Personen vorgenommen werden. In Zeiten des globalen Internethandels sind diese Säuren heute in fast jeder Zusammensetzung und Konzentration frei erhältlich und für jedermann verfügbar. Kosmetikhersteller lieben AHA, BHA und Co., weil sie sehr preiswert sind und somit einen hohen Profit sichern.

Produkte mit Fruchtsäuren haben einen niedrigen pH Wert und führen zu einer – mehr oder weniger leichten bzw. starken Verätzung der oberen Horn-Hautschicht

Bei empfindlicher Haut kann das sogar zu üblen Hautreizungen führen. Der Körper reagiert mit Wundheilungsmechanismen und regt die Haut zu einer beschleunigten Zellneubildung an. Deshalb sieht die neugebildete Haut kurze Zeit nach der Behandlung besonders glatt und zart aus. Ein Glanz, der allerdings schnell verfliegt und oft schon nach kurzer Zeit die nächste hautreizende Behandlung notwendig macht.

Die Hautstammzellen werden nicht verjüngt

Fruchtsäurebehandlungen können die Bildung frischer aussehender neuer Hautzellen beschleunigen. Allerdings bleiben dabei die Hautstammzellen, aus denen die neuen Zellen wie eine Kopie gebildet werden in ihrem bisherigen mehr oder weniger gealterten und schlechten Zustand. Das bedeutet, dass durch die erhöhte Geschwindigkeit der Neubildung der Zellen auch das Problem der von Kopie zu Kopie immer schlechter werdenden Qualität der Matrix (Kopiervorlage = Stammzelle) beschleunigt wird. Die Stammzellen werden durch die Fruchtsäurebehandlung quasi schneller verschlissen. Bis heute weiß man übrigens nicht genau, wieweit die mögliche Zellteilungsrate in der Haut begrenzt ist.

Eine Fruchtsäurebehandlung greift die Hautbarriere an und macht die Haut äußerst empfindlich und verletzbar

Nach einer Fruchtsäurebehandlung wird die Haut extrem lichtempfindlich und muss mit einem hohen Lichtschutzfaktor geschützt werden. Das hierdurch auch das Hautkrebsrisiko steigt, versteht sich eigentlich von selbst. Deswegen rate ich schon immer von Fruchtsäurebehandlungen – auch mit Glycolsäure – ab.

Moderne Wirkstoffe wie Peptide, High-Tech Pflanzenextrakte oder biotechnologisch gewonnene Actives können auf zellulärer Ebene sowohl die Erneuerung der Hautzellen als auch der Hautstammzellen bewirken

Im Ergebnis bringt dies nicht nur ein vorübergehend frischeres = jüngeres Aussehen, sondern führt zu einer tatsächlichen Verjüngung der Haut. Das ist viel effektiver und nachhaltig und geht ohne Verletzungen und Folgeschäden ab. Und kann mit der täglichen Pflege erreicht werden.

Das gesamte System von cnk*CHRISTINE NIKLAS ist so aufgebaut, dass die Haut von innen heraus auf zellulärer Ebene stimuliert und stark verjüngt wird.

Christine Niklas

Christine Niklas formuliert High-End Kosmetika und ist seit 2003 der Mastermind hinter www.cnkdirect.de | cnk*CHRISTINE NIKLAS. Bekannt wurde sie unter anderem durch die Fernsehsendung "Hobbythek" des WDR und zahlreiche Bücher und Publikationen zu den Themen natürliche Hautpflege, Gesundheit und Ernährung. In diesem Blog schreibt Christine Niklas zu den Möglichkeiten der Verjüngung ohne chirurgische Eingriffe oder Injektionen. Mit den Möglichkeiten der modernen Wirkstoff-Kosmetik. Sie berichtet über aktuelle Entwicklungen und Trends bei Forschung & Entwicklung innovativer Kosmetik-Wirkstoffe, erklärt Wirkungsweisen und zeigt auf, was das für den Endverbraucher bedeutet.

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